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Girls, Girls, Girls...

photo by becca tapert on unsplash

Was ich meinem 14-jährigem Ich heute mit 33 mit auf den Weg geben würde.

 

Ich habe meine Ausbildung an einer sehr traditionellen Heilpraktiker-Schule absolviert, die es bereits seit 1936 gibt. In dieser Zeit habe ich viele alte Heilmethoden kennengelernt, die mich sehr fasziniert haben. Während dieser drei Jahre kam für mich persönlich jedoch ein Bereich immer zu kurz; Frauenheilkunde und insbesondere die Arbeit mit jungen Frauen.

 

Die Welt der Hormone, des weiblichen Körpers und unserem Zyklus faszinierten mich schon immer und mein großer Wunsch ist es, schon jungen Mädchen das Geheimnis und den Zauber ihrer Weiblichkeit zu vermitteln.

 

In meiner Jugend hatte ich ziemlich wenig Ahnung von mir und meinem Körper. Ich hatte großes Glück und meine ersten Zyklen waren unproblematisch und weitgehend beschwerdefrei.

 

Meine Probleme fingen erst an, als ich mit 17 zum ersten Mal die Anti-Baby-Pille schluckte. Ich selbst nahm keine gravierenden Veränderungen wahr, bzw. habe ich diese erfolgreich verdrängt. Nach wenigen Wochen allerdings war meine Mutter sehr besorgt und schlug mir vor, die Einnahme der Pille noch einmal zu überdenken, da ich mich in ihren Augen sehr verändert hatte. "Ich erkenne dich gar nicht wieder", sagte sie damals und auch meine jüngere Schwester bestätigt mir bis heute, dass ich zu einer reizbaren, kleinen Furie mutierte - ohne dies selbst zu bemerken.

 

Das mochte ich damals natürlich überhaupt nicht hören, denn erstens wollte ich es nicht wahrhaben und zweitens unter gar keinen Umständen schwanger werden. Damals war mir nicht klar, wie klein das Zeitfenster einer möglichen Befruchtung war und dass es außer Kondomen weitere Alternativen zur Pille gab. Meine Gynäkologin hatte für mich damals nur die Pille im Angebot, alles andere befand sie als ungeeignet. Auch wenn es damals noch nicht so viele Informationsquellen online zu finden gab, geschweige denn Blogs oder Instagram Beiträge zum Thema, hätte ich auf eigene Faust mehr herausfinden können. Allerdings überforderte mich dieses komplett neue Thema und um ehrlich zu sein, hatte ich mit 17 weitaus "wichtigeres zu tun".

 

Daher also mein Wunsch Aufzuklären. Mit Wissen und Informationen kann ich selbstbestimmt entscheiden und abwägen, was für mich die besten Möglichkeiten sind und hier beginnt meine Arbeit als Heilpraktikerin und Beraterin.

 

 

 

Warum mir die Aufklärung am Herzen liegt.

 

Ich erzähle gerne meine sehr persönliche Geschichte, da mir am Herzen liegt möglichst unerschrocken mit dem ganzen Thema Verhütung und Auswirkungen der Pille umzugehen. Nur über ein Thema, über das gesprochen wird, kann Klarheit herrschen und die Angst verschwindet.

 

Pille & Nuva-Ring.

 

Selbst würde ich die Pille und andere hormonelle Präparate nicht wieder einnehmen, auch nicht zu ihrem eigentlichen (und in meinen Augen einzigen) Zweck - zur Verhütung. Sie hat mir überhaupt nicht gut getan hat und mich in meiner Entwicklung als junge Frau behindert. Im Alter von 17 bis ca. 20 nahm ich die Pille durchgehend ein. Ohne Pause stellte ich dann auf den Nuva-Ring um, der mich bis zu meinem 24. Lebensjahr begleitete. Erst als ich alle hormonellen Präparate abgesetzt hatte, konnte ich mich langsam als Frau und zyklisches Wesen kennen lernen.

 

Die erste große Veränderung war, dass ich mich von meinem damaligen Freund trennte, da ich mich ohne die künstlichen Hormone  körperlich nicht mehr von ihm angezogen fühlte. Dieses Phänomen konnte ich auch bei ein paar Frauen in meinem Bekanntenkreis beobachten und ich verweise hier auf eine sehr spannenden Artikel, der dieses Phänomen unterstreicht.

 

Ich bin der Meinung eine gute Entscheidung kann ich immer dann treffen, wenn mir gewisse Informationen zur Verfügung stehen und ich mir selbst eine Bild machen kann. 

 

 

Zum Nachlesen: Bericht über Pille und Partnerwahl.

 

siehe Bericht Geokompakt Nr.43 - 20xy

 

Als Teenager entstehen so manche Fragen, angefangen beim Thema Liebe und Sexualität, aber auch, was den eigenen Körper betrifft. Themen wie erste Periode, Verhütung und erste sexuelle Kontakte können zugleich spannend und erschreckend sein.

Allein für die Entscheidung, lasse ich mich auf erste sexuelle Kontakte und Erfahrungen ein oder nicht, benötige ich als junge Frau ein gewisses Körpergefühl. Es ist wichtig einem Kind mitzugeben, wie fühlst du dich dabei. Bist du bereit für gewisse Dinge oder entscheidest du dich aufgrund von äußeren Einflüssen? Hast du einen gesunden Selbstwert, kennst du dich und deine Bedürfnisse? Empfindest du einen Druck aufgrund äußerer gesellschaftlicher Konventionen und wie gehst du damit um?

 

Es sind genügend Fragen und Themen, durch die man sich nicht völlig allein kämpfen muss. Kommen dann auch noch körperliche Beschwerden hinzu, so kann eine Beratung Sinn machen. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen und mein Wissen mit dir zu teilen!

 

Alles Liebe, Colette

 

HP Colette Bischel

München, August 2019

 

www.colettebischel.com

 

photo by becca tapert on unsplash 

 

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